Was die Politik über Jahrzehnte verabsäumt hatte, das holten über Jahrzehnte Bands aus den Bereichen der Rock- und Jazzmusik nach.1970 ermöglichten Joni Mitchell, James Taylor und Phil Ochs mit einem Konzert die Gründung von Greenpeace. Die Kritik an den bestehenden Verhältnissen seien es 1976 in der Tschechoslowakei die Plastic People Of The Universe und die damit verbundene Gründung der Charta 77, 1979 Bruce Springsteen oder James Taylor und Carly Simon mit "Mocking Bird" beim Konzert "No Nukes" gegen Atomkraft, 1982 Manfred Mann's Earthband mit dem Lied "Tribal Statistics" über Apartheid, oder "Kristallnaach" von BAP in einem Konzert für "Greenpeace" über NS-Judenprogrome, 1983 Hadens und Carla Bleys Liberation Music Orchestra mit "The Ballad of The Fallen", einem Volkslied aus El Salvador über US-amerikanische Machtpolitik, 1986 beim Anti-Atomkonzert in Wackersdorf "Sie brauchen keinen Führer" gesungen von Udo Lindenberg gespielt von Wolfgang Niedeckens BAP, 1987 "Soledad" von Sting als Protestlied gegen die Gewalt in der Diktatur Pinochets in Chile, 1988 das Konzert für Nelson Mandela zu dessen 70. Geburtstag im Londoner Wembleystadion unter anderem mit Special Aka mit "Free Nelson Mandela", 1998 das Konzert für Amnesty International und viele andere mehr. Aus heutiger Sicht herausragend Mark Knopflers Dire Straits, die gemeinsam mit Sting "Money for nothin' and chicks for free" beim Live Aid Konzert für Äthiopiens Hungerkatastrophe und dem Mandelakonzert im Wembley Stadion in London darboten, ein Lied, das vorausschauend die Skandale um Harvey Weinstein behandelt aufgedeckt von Ronan Farrow 2017 in der Zeitschrift "The New Yorker" oder Jeffrey Epsteins Netzwerk existent von 1996 bis 2019 zum Missbrauch minderjähriger Mädchen darunter auch Virginia Giuffre, die von Prinz Andrew aus dem Haus Windsor missbraucht wurde. Stattdessen beschäftigt die Politik ständig "Das Umschreiben der eigenen Geschichte gehört zu den mitteleuropäischen Wahnideen", formuliert vom Dichter Vaclav Havel in seiner Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen 1990.
Herbert Gantschacher ist Autor, Regisseur und Produzent